Das nennst du Freiheit - Frühschoppen Wezenbach

Mörder, Nonne, Bier und Musik im Schloss

DAS NENNST DU

FREIHEIT?

Sonntag, 10.November 2019

Wenzenbach

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FRÜHSCHOPPEN IM SCHLOSS
Ein spannendes Podiumsgespräch und gute Musik im Schloss Schönberg. 
Mit Torsten Hartung, Schwester Sina-Marie und der A-capella-Band B'n'T.

Torsten Hartung

Torsten Hartung kämpft mit der Welt und sich selbst. Von Kindesbeinen an. Er wird zum Schläger, der alle Gegner zu Boden ringt. Mit 17 geht er zum ersten Mal in den Knast. Mit 19 wieder. 1983 schien es für kurze Zeit so, als würde sein Leben eine Wendung zum Guten nehmen. Er lernte eine junge Frau kennen, die viel Geduld und Verständnis für ihn aufbrachte. Doch Hartung, aufgewachsen in Mecklemburg-Vorpommern, möchte nicht mehr in der DDR bleiben. An der sächsisch-bayerischen Grenze täuscht er einen Fluchtversuch vor und lässt sich bewusst dabei erwischen. Sein Plan: Nach einigen Jahren Haft wegen versuchter Republikflucht würde ihn der Westen freikaufen. Und so kommt es. Nach zwei Jahren Gefängnis schiebt ihn die DDR nach West-Berlin ab.

„Zwar lebte ich nun in Freiheit. Aber meine Geschichte hatte ich ja mitgenommen“, erzählt er. Er ist in den 80er Jahren der Anführer des größten Autoschieberrings in Europa. Für die Russen-Mafia klauen sie Luxuskarossen in Deutschland. Als ein Komplize ihm seine Position streitig machen will, erschießt er ihn kaltblütig. Hartung sagt von sich selbst: „Ich habe in meinem ganzen Leben keinen bösartigeren Menschen kennengelernt als mich selbst!“ Die nächsten 15 Jahre verbringt er im Gefängnis, die ersten 6 Jahre in Einzelhaft. Er darf mit niemandem reden und seine kleine Zelle kaum verlassen. Die Isolation macht ihn fast verrückt. Plötzlich hört er eine Stimme und glaubt jetzt tatsächlich durchzudrehen. Am tiefsten Punkt seines Lebens entdeckt Torsten Hartung, was er all die Jahre falsch gemacht hat. Und wonach er sich wirklich sehnt. Heute hilft er jugendlichen Straftätern, die Fehler zu vermeiden, die er selbst einmal begangen hat.

Foto: Markus Pletz

Foto: EWTN

Schwester Sina-Marie

Schwester Sina-Marie, mit bürgerlichem Namen Sina Hartert, wurde am 7. Januar 1982 in Leonberg bei Stuttgart geboren. Mit 20 Jahren hat sie einen intensiven Zugang zum Glauben an Jesus Christus gefunden. Nach ihrem Abitur hat sie 2003 zunächst ein Journalistik-Studium in Eichstätt begonnen, dieses dann aber wieder abgebrochen, um 2005 den Schritt ins Kloster zumachen. Die junge Studentin trat bei den Apostolischen Schwestern vom hl. Johannes, einem recht jungen Orden, ein und verbrachte im Rahmen des Noviziates viele Jahre in Frankreich. Dabei verfolgte Schwester Sina-Marie ein ordensinternes Studium der Philosophie und Theologie. 2012 legte sie bereits die „ewigen Gelübde“ ab, die sie ihr ganzes weiteres Leben an die gewählte Berufung binden. Seit 2016 lebt sie in der Ordensniederlassung in Deutschland, dem Kloster „Haus Betanien“ in Velburg in der nördlichen Oberpfalz.

A-capella-Band „B’n’T“

Nach einem Wise Guys Konzert in Regensburg im späten Herbst 2013 hatten ein paar junge Leute die Idee, ebenfalls eine A-capella-Band zu gründen. Anfangs bestand die Besetzung aus 6 Domspatzen, die ihre Freude an der Musik zusammen teilen konnten. Das aktuelle Ensemble „B’n’T“ besteht seit 2016 aus fünf Musikern: Simon Wagner (Bariton), Tino Spieß (Bass), Brooklyn Beck (Alt), Benedikt Schambeck (Tenor) und Guerschon Moise alias Moy (Beatbox).

Schloss Schönberg Wenzenbach

Drei Jahre lang schlich der Arzt Prof. Dr. Hans-Hermann Klünemann um das leer stehende Schloss Schönberg. „Soll ich es kaufen oder soll ich nicht?“ 2008 fasste er sich glücklicherweise ein Herz und kaufte den „bröckelnden zweigeschossigen Steinkasten“, in dem Spuren von der Romanik über die Renaissance bis hin zum Klassizismus enthalten sind, und restaurierte das Schloss aufwendig. Ab 2012 konnten die erforderlichen Maßnahmen zur Instandsetzung und Revitalisierung durchgeführt werden. Die Fassade wurde nach der noch erkenntlichen klassizistischen Gliederung gestaltet. Die Fenster wurden nach barocken Mustern nachgebaut, zum Teil wurden Originalfenster restauriert. Der fehlende Zwiebelturm des Erkers wurde wieder aufgebaut, ebenso die barocke Kamingestaltung. Eine zentrale Gasheizanlage wurde installiert.

Schloss Schönberg ist keineswegs ein "Neubau" von 1728, wie es häufig zu lesen ist, sondern in dem Schloss steckt noch die mittelalterlich Burg, die einst über dem Tal des Wenzenbachs stand. Es misst eine Länge von 32 Metern und ein Breite von 16 Metern. Die imposante und archaisch wirkende Eingangshalle mit dem integrierten Treppenhaus ist in die alten Burgaußenwände eingespannt. Von dort gelangt man rechts in die beiden Kellergewölbe und links in die Schlossküche mit „Vorratskammern“. Im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich je eine großzügig angelegte Diele, von der aus man die die Zimmer und auf der Südseite in je einen knapp 60 Quadratmeter großer und heller Saal gelangt, der im Erdgeschoss eine barocke Kapelle, die der Heiligen Familie geweiht ist, birgt. Unter der Kapelle öffnen sich zwei Kelleranlagen, eine davon mit einem Eichenständer, an dem noch Flößermarken zu sehen sind. Als Fälldatum für alle untersuchten vier handgebeilten Balken in der Decke des südlichen Kellers wurde der Winter 1253/54 errechnet.

Foto: Klünemann

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EINE VERANSTALTUNG DER PFARREIENGEMEINSCHAFT WENZENBACH-IRLBACH IN TRÄGERSCHAFT DER KEB REGENSBURG-LAND E.V.

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